Herzlich willkommen
Pfingsten
„Ich wünsche mir Feuer, das im Herzen brennt,
das heller scheint als alles, was mein Alltag kennt.
Ich wünsche mir ein Feuer, das mein Herz befreit,
das mich wärmt und mich berührt für alle Zeit.“
So hat die Sängerin Sotiria vor einigen Jahren gesungen. Das ist nicht allein ihr Traum, sondern viele kennen die Sehnsucht nach dem Feuer, das nicht verbrennt, sondern erhellt, das den Weg weist und begeistert. So wie das Feuer damals, als Mose zum ersten Mal Gott begegnet ist: in einem brennenden Dornbusch, den das Feuer nicht verzehrte.
Ich sehne mich danach, dass Gott mir so begegnet. Ich wünsche mir, dass Funken auf mich überspringen, nicht um mich zu verbrennen, sondern um mich zu begeistern, allem Wenn und Aber zum Trotz – so wie damals Moses, wie die Propheten. So wie Jesus es versprochen hat: „Ich bin gekommen, um auf der Erde ein Feuer zu entzünden. Und ich wäre froh, wenn es schon brennen würde!“
So ein Feuer hat Gott uns geschenkt – an Pfingsten: Rot flammende Feuerzungen lassen sich auf Menschen nieder und begeistern sie. Alle Menschen verstehen in ihrer Muttersprache, was die begeisterten Jüngerinnen und Jünger erzählen. Alle sind Feuer und Flamme.
Wer begeistert lebt, lebt voller Liebe. Doch diese Liebe ist wie ein Lagerfeuer: Wenn ich mich nicht kümmere, geht es aus. Wenn ich die Liebesbeziehung mit Gott pflege, werde ich immer wieder begeistert werden und brennen können für seine Sache: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ (Kirchenvater Augustinus)
Einen Sommer voller flammender Begeisterung wünscht
Christof Vetter