Herzlich willkommen

 

Fülle

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde
Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte!
Tief beugt sich mancher allzu reich beschwerte,
Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde.

Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!
Die Pfirsiche haben dem Munde zugewunken!
Ein helles Zech Lied summt die Wespe trunken –
Genug ist nicht genug! – um eine Traube.

Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen
Schlürft Dichtergeist an den Bornen des Genusses,
Das Herz, auch es bedarf des Überflusses,
Genug kann nie und nimmermehr genügen!

Conrad Ferdinand Meyer